Erfolgsgeschichte von Socke

Eine Erfolgsgeschichte:

Der Weg zu einem entspannten Miteinander. Frauchen berichtet:

Die Geschichte von Dr. Jekyll ( alias Socke) und Mr. Hyde

Wir, das sind Mama, Papa und zwei Mädchen, damals 9 und 7, beschlossen, dass zu unserem Familienglück noch ein Hund fehle. So ein Schritt will natürlich gut überlegt und vorbereitet sein, also wurde fortan viel gelesen, geforscht, nachgefragt, erkundigt, gesprochen, gegoogelt bis die richtige, passende Rasse für uns gefunden war, danach auch noch der richtige Züchter und so zog knapp ein Jahr nach unserem Entschluss der kleine Süße „Socke“ bei uns ein. Von Anfang an besuchten wir eine Hundeschule, nahmen Privatstunden, bildeten uns hier und da fort was Hundeerziehung angeht, nur um unserem kleinen Vierbeiner die beste Erziehung bieten zu können. Das erste Jahr verlief, wie so ein Jahr mit einem Welpen, Junghund verläuft – aufregend, turbulent, chaotisch, schön.

Der Albtraum beginnt

Ja, alles war schön, bis unser „Socke“ eines Nachts beschloss still und heimlich an geheimen Laborexperimenten teilzunehmen, die wohl irgendwie schiefgingen. Aus unserem lieben Dr. Jekyll „Socke“ wurde Mr. Hyde. Von einem Tag auf den anderen hatten wir einen neuen Hund, einen, der keinen Gast mehr mochte und meinte jeden Fremden mit lautem konstanten Gebell verjagen zu müssen, und funktionierte dies nicht, wurde das Vorhaben durch ein Zwicken in die Hacken noch verstärkt. Sofort riefen wir den Hundetrainer unseres Vertrauens an, er müsste es als Experte doch am besten wissen, wie man mit einem pubertären Mr.Hyde umzugehen hat. Leider führten all seine Ratschläge und Anweisungen nur dazu, dass unser „Socke“ nur noch wilder wurde. Von nun an, war nicht nur kein Gast, sondern auch kein Hund mehr sicher vor ihm. War er frei, wurden die anderen direkt angegriffen, war er an der Leine, war es ein unmögliches Gebell und Gezerre. Kam er nicht an sein Opfer dran, so wurde Frauchen aus Frust mal eben gebissen. An der Leine konnte er super laufen, und Frauchen und Herrchen super hinterher fliegen. Und als wenn dies alles noch nicht genug wäre, beschloss Mr. Hyde auch zu Hause sein Unwesen zu treiben. Die Kleinste der Familie sollte auf seine Weise erzogen werden. Gedacht, getan, ab sofort konnte sie keinen einzigen Schritt mehr zu Hause tun ohne von dem Vierbeiner gemaßregelt zu werden. Ob die Brust, Handgelenke, Hinten oder Vorne, alles war ihm Recht, um seinen Unmut über das in seinen Augen gezeigte Fehlverhalten des Zweibeiners auszudrücken. Unser Hundeexperte des Vertrauens war mit seiner Weisheit am Ende, und wir völlig überfordert, ratlos, allein.

Die Odyssee

Ein neuer Experte musste her. Wir nahmen jede Hürde auf uns, und fuhren weite Strecken angeblich zu dem Hundeflüsterer schlecht hin, ein Profi, so sagte man uns. Wir befolgten auch hier jede Anweisung, jeden Ratschlag, wollten doch unseren lieben, süßen, verspielten und verschmusten Socke wieder haben. Und tatsächlich, für eine kurze Zeit verschwand Mr. Hyde, allerdings nur um noch stärker, noch wilder wieder zu kommen. Der „Profi“ verließ uns mit den Worten, der Hund ist halt so gezüchtet, man könne sein Verhalten nicht mehr ändern.

Was haben wir nur getan? Wieso wollten wir unbedingt einen Hund haben? Was haben wir hier geschaffen? Ein Zuhause, welches keins mehr war, kein Ort der Zuflucht, der Geborgenheit, sondern ein Ort der Angst und Anspannung. Die in unserer ursprünglichen Vorstellung, entspannten und schönen gemeinsamen Spaziergänge, wurden zu einem reinen Spießrutenlauf, mit Bauchschmerzen ging man raus und hoffte Keinem zu begegnen. Unsere Nerven lagen blank, die Stimmung zu Hause auch untereinander mittlerweile bis aufs Äußerste angespannt, und weit und breit keine Besserung, Abhilfe in Sicht. Wie sollte es jetzt weiter gehen? So konnte es nicht bleiben, der Zustand war nicht tragbar. Trotz allem wollten wir es einfach nicht wahr haben, dass es tatsächlich in der großen weiten Welt keinen Trainer gab, der unserem Mr. Hyde die Stirn bieten konnte, also suchten wir weiter. Es folgten zwei weitere Hundeschulen, wo wir schon nach wenigen Stunden ( 4 und 1) rausflogen. Man könne uns nicht weiterhelfen, wir stören die Anderen.

Die Einsamkeit und Angst

Als Zweibeiner eines Mr. Hyde bemerkt man zuerst gar nicht wie einsam man durch dieses kleine vierbeinige Monster wird. Unsere Haustür stand immer für alle offen. Kinder, Freunde, Nachbarn, Bekannte gingen ein und aus, bis es irgendwann ganz still wurde und keiner mehr kam. Lass uns doch woanders treffen, komm doch gerne zu uns, hörten wir ab jetzt nur noch.

Es fehlt auch ein Freund, eine Freundin, die sich die durch Mr. Hyde verursachten Ängste und Sorgen immer und immer wieder voller Verständnis und Mitgefühl anhört. Ohne selbst einen Hund zu haben, kann man die Situation nicht nachvollziehen oder nachfühlen. Ist doch nur ein Tier, warum behaltet ihr ihn, wenn er euch so terrorisiert?

Ja und dann die Hundewiese, oder der Park. Man wünscht sich ständig unsichtbar zu sein und da dies irgendwie nie funktioniert hat, wurden Zeit und Laufpläne erstellt, wer, wann und wo mit welchem Hund unterwegs ist, und welche Zeitfenster und Wege somit für uns frei blieben. Nicht immer hielten sich alle an den von uns entwickelten und den anderen unbekannten Plan, und so kam es dann doch hier und da zu unschönen Zusammentreffen. Unser Mr. Hyde entwickelte die Fähigkeit sich nach dem veranstalteten Chaos in Windeseile wieder in den lieben, süßen unschuldig dreinblickenden Dr. Jekyll zu verwandeln, und somit bekamen halt die immer noch sichtbaren Frauchen/Herrchen den ganzen Unmut/Ärger der Beteiligten ab. Man wurde beschimpft, beleidig, beurteilt, belehrt und verurteilt, oh die Liste ist lang. Ganz kurz ist die Liste allerdings der wenigen Male, die mich zu Tränen gerührt hatten, es waren die seltenen lieben, tröstenden und netten Worte, Worte des Zuspruchs, der Aufmunterung, des Mutes.

Also ich möchte jetzt Eure kurze Liste ein wenig länger machen: bleibt dran, bleibt mutig, bleibt stark, gebt nicht auf, es lohnt sich!! Oh und wie es sich lohnt!! Ein entspanntes Miteinander, die Liebe, Treue und das Vertrauen zwischen Mensch und Hund, sind kein Disney Märchen, die sind wahr!

Ein letzter Versuch

Wir hörten vom HundeWerk.

Ein weiterer Versuch, mittlerweile ohne viel Hoffnung, war es ja wert. Mr. Hyde zeigte sich von Anfang an von seiner besten Seite, er gab wirklich alles, um auch diesen Profi in die Flucht zu schlagen, aber Dr. S. vom HundeWerk war wenig beeindruckt von seinem Prollgehabe, wir durften wiederkommen, und das tatsächlich immer und immer wieder. Mit der Zeit, und der Unterstützung von Dr. S. wurde Mr. Hyde immer ruhiger, und Dr. Jekyll alias unser „Socke“ kam immer öfter zum Vorschein, bis irgendwann, wie durch Zauberei, Mr. Hyde verschwand. Und bis heute nicht wieder kam.

Die Lösung

Wenn ich gefragt werde, was das HundeWerk so anders macht, als all die anderen davor gemacht haben, ist meine Antwort ganz einfach:
Ich ging mit Bauchschmerzen zum Arzt, und er behandelte nur die Symptome: Wenn es weh tut, nimm eine Wärmeflasche, trink Kamillentee, iss Zwieback ( wenn dein Hund dies tut, tue dies usw.). Es half alles für eine kurze Zeit, nur um später noch heftiger wieder zu kommen und auf Dauer, halfen Kamillentee und Zwieback auch nicht mehr weiter. Dr. S. vom HundeWerk behandelte gleich die Ursache und stellte direkt die ganze Ernährung um. Und siehe da, mit der Zeit wurden die Schmerzen immer schwächer und seltener bis sie ganz verschwanden.

In all den Hundeschulen vorher, lernte unser Hund ganz viele Kommandos, man selbst kam schon durcheinander, welches nun in welcher Situation das Richtige ist. Er war wie ein dressierter Zirkusaffe, konnte tolle Tricks wie Sitz, Platz, Fuß, aber wenn es drauf ankam war er verloren, unsicher und verängstigt, so wie wir. Ein Teufelskreis.
Beim HundeWerk lernten wir nur wenige Kommandos, mit denen wir in jeder Situation richtig und vor allem sicher Handeln konnten. Die Kommandos wurden so leicht aufeinander aufgebaut, dass man gar nicht merkte, wann und wie sie einem einfach ins Blut übergingen und man jederzeit automatisch, verlässlich und authentisch reagieren konnte.

Wären wir von Anfang an hier gewesen, wären uns viele Sorgen, Nerven und Tränen erspart geblieben.

socke2

 

Home

Ein Gedanke zu “Erfolgsgeschichte von Socke

  1. Fabelhaft, ich freue mich immer neue Erfolgsgeschichten zu lesen. Und ich weiß das es funktioniert, weil mein Pepper auch ein Mr. Hyde war und wir zusammen ebenfalls die Wandlung in Mr. Jekyll geschaft haben.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s