8 häufige Fehler in der Hundeerziehung

  1. Ein Kommando sagen und es nicht so meinen

    Geben Sie ein Kommando immer nur dann, wenn Sie auch wirklich möchten, dass ihr Hund dieses erbringt. Vermeiden Sie „neben her“ gesagte Kommandos.

    Ein Beispiel: Sie möchten Ihren Hund anleinen. Damit das einfacher geht, sagen Sie das Kommando „Sitz“. Aber ihr Hund bleibt wie angewurzelt stehen. Sie leinen ihn an und gehen weiter. Konzentriert haben Sie sich auf das Anleinen, das Kommando fiel nur nebenher, dass ihr Hund es gar nicht erbracht hat ist Ihnen nicht aufgefallen.

    Dem Hund ist es aber sehr wohl bewusst, dass er auf dieses Kommando nicht gehorchen musste. Er wird ausprobieren, in wie weit er auf dieses Kommando und auch andere Kommandos reagieren muss. Stellt er fest, dass Sie in der Regel nicht das meinen, was Sie sagen, wird er als Konsequenz aus dieser Erkenntnis immer weniger auf Ihre Kommandos reagieren.

    Seien Sie konsequent, wenn Sie ein Kommando sagen, muss Ihr Hund dieses auch erbringen.

  2. Kommando und Körpersprache stimmen nicht überein.

    Achten Sie darauf, dass das gesprochene Kommando mit dem angezeigten übereinstimmt. Sagen Sie nicht „Sitz“ und zeigen mit der Hand „Platz“. So verwirren Sie Ihren Hund unnötig.

    Das gleiche gilt für Ihre Emotionen und Ihre Körpersprache. Wenn Sie wutentbrannt hinter Ihrem Hund herbrüllen, dass er SOFORT zu Ihnen kommen soll und womöglich eine körperliche Drohhaltung einnehmen….würde ich auch nicht kommen.

    Bleiben Sie immer freundlich und geben Sie stimmige Körpersignale zu Ihren Kommandos.

  3. Vergessen zu Loben.

    Wenn Ihr Hund etwas gut gemacht hat, dann zeigen Sie Ihm dies auch. Loben Sie ihren Hund. Sie dürfen Ihm auch eine Belohnung geben. Das kann ein Leckerchen sein oder eine kurze Spieleinheit.

    Gerade wenn Ihr Hund am Anfang seiner Ausbildung steht, sollten Sie ihn stehts loben, wenn er etwas richtig macht. Woher soll er sonst wissen, was Sie möchten?

    Später, wenn der Auszubildende zum Profi geworden ist, können Sie sich Lob und Belohnung für besonders gut gemeisterte Situationen/ schnell erbrachte Kommandos aufbewahren.

  4. Lob mit Bedrängen verwechseln.

    Oft verwechseln Hundebesitzer Lob mit Bedrängen.
    Die wenigsten Hunde empfinden Streicheleinheiten, in Form von „Kopf tätscheln“ als Belohnung. Auch auf den Hund zuzustürzen, um ihn dann massiv zu streicheln, verunsichert die meisten Hunde sehr.

    Besser ist es ein wenig rückwärts gehen, den Hund kommen lassen und ihn mit Leckerchen oder einer kleinen Spieleinheit zu belohnen. Und damit wären wir bei Punkt 5…

  5. Bestechen statt Belohnen:

    Bestechen sie Ihren Hund nicht mit den Leckerchen, z.B. Leckerchen an die Nase und an einem anderen Hund vorbei gehen oder das Leckerchen zeigen und dann ein Kommando verlangen.

    Wenn Sie die Leckerchen so einsetzten ist es Bestechung: Wenn du XY jetzt tust, dann kannst Du dir dieses Leckerchen verdienen. Ihr Hund wird das mitmachen, wenn er motiviert ist. ABER ist die Bestechung nicht gut genug oder Sie haben womöglich gerade keine zur Hand, dann wird Ihr Hund machen was er möchte und nicht unbedingt ihre Kommandos befolgen.

    Nutzen Sie Leckerchen/Spiel als Belohnung. Wenn Ihr Hund etwas wirklich gut gemacht hat, dann bekommt er im Anschluss eine Belohnung in Form von Leckerchen/Spiel.

    Für Hunde in der Grundschule gibt es für jede kleinste Keinigkeit eine Belohnung. Bei Uniabsolventen können Sie mit der Belohnung sparsamer werden und nur noch belohnen wenn ein Kommando super gut, sofort und in einer schwierigen Situation erfolgt ist.

  6. Ein Kommando ständig wiederholen.

    Befolgt ein Hund geforderte Kommandos nicht, ist er nicht schwerhörig, sondern hat meistens gelernt, dass die von Ihnen gesagten Kommandos gar nicht für ihn bestimmt sind.

    Ist es Ihr Ziel, dass ihr Hund nach dem ersten Kommando hört, dann geben sie ihm nicht immer drei – zehn Chanchen. Sie brauchen ein Kommando nicht ständig zu wiederholen, damit der Hund es befolgt.

    Sagen Sie ein Kommando nur einmal und dann…siehe Punkt 1…seien Sie konsequent und fordern es ein.

  7. Nur in der Hundeschule konsequent sein

    Wenn Sie während der Hundeschulstunden immer alles geben und danach die Zügel wieder schleifen lassen, erreichen Sie nur, dass Ihr Hund sich in dieser Hundeschulstunde mächtig anstrengt, um das Geforderte zu erbringen und im Alltag aber macht was er möchte.

  8. Konsequenz mit Lautstärke verwechseln.

    Sie sind nicht konsequenter nur weil sie den Hund anschreien. Bitte bleiben Sie immer freundlich mit Ihrem Hund.
    Schreien impliziert ihrer Umwelt und auch ihrem Hund, dass Sie die Situation nicht im Griff haben.

 

Welche (unbewussten) Fehler in der Hundeerziehung fallen Euch ein? Wir freuen uns über Eure Erfahrungen.

Autor: Sonja Stammer

 

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