Ernährungsformen

Um die Ernährung des Hundes wird heftig diskutiert und manchmal auch leidenschaftlich gestritten.

Wir möchten hier schauen welche Ernährungsformen es überhaupt gibt und was die Vor- und Nachteile sind. Um Euch einen Überblick über die Möglichkeiten zu schaffen und einen ersten Einblick in dieses Thema zu geben.

 

Ernährungsformen:

1. Fertigfuttermittel

Industriell gefertigte Produkte „Alleinfuttermittel“

  • Trockenfutter
  • Feuchtfutter (Dose)

Trockenfutter

Trockenfutter wird in der Regel als Alleinfuttermittel angeboten, das bedeutet – theoretisch – benötigt Ihr nur dieses Futter, um Euren Hund bedarfsgerecht zu ernähren.
Lange Zeit enthielt Trockenfutter einen viel zu hohen Getreideanteil. Mittlerweile sind auch Trockenfutter mit höherem Fleischanteil auf dem Markt. Geworben wird gerne mit Trockenfutter das als „Getreide frei“ gilt. Aber stattdessen einen sehr hohen Stärkeanteil aus anderen Quellen enthält. Grundsätzlich sollte man immer ein kritisches Auge auf die Zusammensetzung und die Analysewerte haben.

Vorteile: Nachteile:
wenig Zeitaufwand

preisgünstig

lange haltbar

sauber in der Handhabung

geruchsneutral

energiesparend

 

mangelnde Deklaration, der Inhalt ist nicht genau bekannt.

thermische, mechanische und chemische Aufbereitung

oft hoher Getreide und/oder Stärkeanteil enthalten

geringer Fleischanteil

erhöhte Neigung zu Allergien

künstliche Zusätze: Vitamine, künstliche Aromen, Stabilisatoren
Emulgatoren, Schimmelhemmer etc.

Begünstigung diverser Krankheitsbilder

Futter wird bei der Herstellung bis 250°C erhitzt. Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Aminosäuren und essentielle Fettsäuren werden zerstört

oft ein zu hoher Proteingehalt

Feuchtfutter (Dosen)

Futter in der Dose,  wird auch als Nass- oder Feuchtfutter bezeichnet. Auch hier hat sich in den letzten Jahren einiges getan und es sind immer mehr Feuchtfutter auf dem Markt, die kein Getreide enthalten. Mittlerweile gibt es sogar einige, die ohne Kartoffel, Mais, Reis, Süßkartoffel oder Nudeln auskommen.
Auch hier gilt es einen kritischen Blick auf die Zusammensetzung und die Analysewerte zu werfen. Außerdem ist zu bedenken, dass nur deklariert werden muss, was in die Dose kommt. Was in der Dose schon enthalten war, z.B. in der Innenbeschichtung, muss nicht angegeben werden.

Vorteile: Nachteile:
schnell

sauber in der Handhabung

lange haltbar

geruchsneutral

 

teuer

hohes Müllaufkommen

thermisch aufbereitet: Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Aminosäuren und essentielle Fettsäuren werden zerstört

mangelnde Deklaration

Inhaltsstoffe sind oft nicht ausreichend bekannt.

hoher Getreideanteil und/oder Stärkeanteil

Konservendose als Verpackung

2. Eigenproduktion

  • Für den Hund wird gekocht
  • „Abfälle“/Reste vom eigenen Essen

Dies ist wohl eine der ältesten Arten seinen Hund zu füttern. Früher (vor der Zeit der industriell gefertigten Futtermittel) gab es Reste von den Mahlzeiten für den Hund, egal ob roh oder gekocht. Der Hund bekam was übrig blieb. Die Vor- und Nachteile beziehen sich auf die gekochte Variante.

Vorteile: Nachteile:
Inhaltsstoffe sind bekannt

hohe Akzeptanz

günstig

regional

 

zeitaufwendig

Mangelerscheinungen wahrscheinlich

keine Knochenfütterung möglich

thermische aufbereitet

keine Enzyme

3. Rohfütterung

  • B.A.R.F.
  • Prey model raw
  • Raw and meaty bones

Wenn von Rohfütterung gesprochen wird, bezeichnen viele es als B.A.R.F. Dabei ist B.A.R.F nur ein Modell für die Rohfütterung, neben einigen anderen. Alle haben eins gemein, es geht um Fütterung von rohen Zutaten.

Vorteil Nachteile:
Inhaltsstoffe und deren Ursprung sind bekannt

keine thermische Aufbereitung

hohe Akzeptanz

befriedigt Bedürfnisse des Hundes

individuell anpassbar

starkes Immunsystem

allgemein gute Kondition des Hundes

glänzendes Fell, gute Figur, weniger Zahnstein, gesunde Haut

zeitaufwendig

Geruch

Lagerung

energieaufwendig

Wissen

 

4. Vegetarische Fütterung

Eine rein vegetarische Fütterung verbietet sich von selber. Oder kommt Ihr auf die Idee Eurem Kaninchen nur Fleisch anzubieten?
Die Tierschutz Hundeverordnung, kurz TierSchHuV besagt in §8 ganz klar: „Sie (die Betreuungsperson) hat den Hund mit artgemäßem Futter in ausreichender Menge und Qualität zu versorgen.“
Der Hund zählt zu den Carnivore (= Fleischfresser), diese Einteilung ist nicht strikt, d.h. dass Hunde durchaus Tendenzen in Richtung Omnivore (= Allesfresser) zeigen.
Für Euch bedeutet das: Als Grundnahrungsmittel braucht Euer Hund tierische Produkte. Er verträgt aber auch einen gewissen Anteil an pflanzlichen Produkten.
Daher ist überhaupt nichts einzuwenden, wenn Ihr mal einen fleischlosen Tag bei der Fütterung Eures Hundes einlegt. Doch für eine rein vegetarische Fütterung ist ein Hund nicht gemacht.

Dies sind die Möglichkeiten einen Hund zu ernähren. Für welche Variante oder welche Mischung aus den verschiedenen Ernährungsmöglichkeiten Ihr Euch entscheidet, bleibt Euch überlassen.

 

Autor: Sonja Stammer

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